banner Geschichte des Tanzes
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Zum Beginn dieses Abschnittes Überblick und Bedeutung
Zum Beginn dieses Abschnittes Tanz in verschiedenen Kulturen
Zum Beginn dieses Abschnittes Geschichtliche Entwicklung
Zum Beginn dieses Abschnittes Gesellschaftstänze
Zum Beginn dieses Abschnittes Der Tanzsport
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pkt_q14.gif (157 Byte) Überblick und Bedeutung
    
Tanz Tanz als rhythmische Körperbewegung zu Musik oder Geräuschen ist eine der frühesten Ausdrucksformen der Menschheit, hat eigentlich religiösen Ursprung und dient auch der Kommunikation und Ausdruck von Gefühlen und Stimmungen.
Bedeutung Bei den verschiedensten Festen, Feiern und Veranstaltungen wurde getanzt, gesungen, gestampft, geklatscht und geschlagen, Daraus entwickelten sich im Lauf von Jahrhunderten Tanzstile, Liedformen und Instrumente. Für viele Tanzaufführungen wurden später eigene Tonwerke geschaffen, sodass der Kunst-Tanz für die Musik von sehr großer Bedeutung ist und viele ursprünglichen Tanzwerke als reine Musikwerke weiter leben.
Tanz findet man je nach Kultur in verschiedenen Formen und aus unterschiedlichen Beweggründen überall auf der Welt. In vielen asiatischen Tanzformen wird Tanz von symbolischen Gesten begleitet und beispielsweise im europäischen Volkstanz oder im Ballett liegen dem Bewegungsrepertoire keine direkte Bedeutung zugrunde.
Neben der Freude an Bewegung und zur Erholung kann Tanz auch rituellen Zwecken dienen oder Geschichten erzählen, kann Kunst sein, oder gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedürfnissen Rechnung tragen. Nicht selten wird die natürliche Bewegungsfähigkeit des Körpers durch spezielle Trainingsmethoden gesteigert, um dem Tanz zusätzlichen Ausdruck zu verleihen.  
Anlässe Ebenso vielfältig wie die Tanzformen sind auch die Anlässe. Je nach Kulturkreis kann Tanz als Bestandteil von Zeremonien von der Geburt über die Hochzeit bis zum Tod, eine Art von Anbetung und Verehrung der Götter, das Bitten um Fruchtbarkeit, oder auch eine Form von Partnerwerbung sein. Bei australischen oder afrikanischen Naturvölkern werden Tänze von ausgebildeten Personen zur Unterhaltung und Belehrung aufgeführt und auch aus alten Kulturen des Mittelmeerraumes existieren Bilder und Aufzeichnungen die auf eine ähnliche Bedeutung schließen lassen. In der griechischen Tragödie spielte der Tanz eine große Rolle Kriegstänze waren im alten Griechenland auch Teil der Soldatenausbildung.
Elemente Zu den Grundelementen des Tanzes gehören eine Vielzahl von Bewegungsformen des Körpers im Raum, die Tanzschritte im Ablauf der Zeit, oder der Einsatz des Körpergewichtes und das Streben zur Überwindung der Schwerkraft.
Leistung Tanz als Ausdruck von Gefühlen führt in einigen Gemeinschaften zu bemerkenswerten Leistungen und zu gesteigerten Bewusstseinszuständen bis zur Trance.
Therapie Moderne Tanztherapien werden nicht nur zum Körpertraining eingesetzt, sondern vermitteln den Menschen oft auch mehr Kontakt- und Ausdrucksfähigkeit.
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pkt_q14.gif (157 Byte) Tanz in verschiedenen Kulturen
    
Ausbreitung Bei der Entwicklung der Tanzformen in den einzelnen Ländern waren im Norden eher Tänze vorherrschend, während die bewegten Springtänze aus dem Süden stammen.
Asien und Indien

In allen Kulturkreisen nimmt der Tanz eine bedeutenden Stellenwert ein.

Besonders enge Beziehung zwischen Tanz und Musik herrscht in Asien wo man geschminkt und in prächtige Kostüme gehüllt oft viele Stunden lang auf Mythen und historischen Ereignissen beruhende Geschichten erzählt und in Indien hat man bereits in Vergessenheit geratene Tanzformen auf Grund von Tempelschnitzereien wieder neu entdeckt.
Japan und China

Von den vielen japanischen Volkstänzen sind etliche religiöser Natur.

Japan weist eine Vielzahl von Volkstänzen auf, von denen etliche religiöser Natur und die Pekingoper ist das bekannteste Genre des chinesischen Tanztheaters, wobei in der chinesischen Musik auch politische Themen eine große Rolle spielen.
Indonesien In Indonesien tanzten anmutige Frauen für die Öffentlichkeit nicht zugänglich bei Hofe und fester Bestandteil des Dorflebens waren Maskenspiele und Kriegstänze.
Südafrika und Neuguinea Im Süden Afrikas wurden oft Geister nachgeahmt oder Mannbarkeitsriten abgehalten, bevor sich im 20 Jahrhundert auch städtische Tanzformen entwickelten und ozeanische Tänze erzählen meist Geschichten oder Dichtungen, während in Neuguinea kriegerische Themen vorherrschten.
Nordamerika Die komplexen Tanzrituale der indianischen Völker Nordamerikas haben vielfach noch heute Bedeutung und werden bei Stammestreffen aufgeführt.
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pkt_q14.gif (157 Byte) Geschichtliche Entwicklung
    
Mittelalter Obwohl die christliche Kirche Tänze im europäischen Mittelalter missbilligte, entwickelten sich aus den trotzdem stattgefundenen mittelalterlichen Bauerntänzen die heutigen Volkstänze und das heutige Ballett hat seine Ursprünge in den im Mittelalter vom Adel übernommenen Tänzen.
Renaissance Neben dem Ballett entwickelten sich eine Vielfalt von Tänzen, wie Basse danse, Pavane, Saltarello, Gagliarde, Allemande, Courante, Sarabande, Gigue, Gavotte, Bourrée, Rigaudon, Loure, Menuett, Forlana, Chaconne, Passacaglia, Passamezzo, oder Branle, die heute zum Teil wieder in Vergessenheit geraten sind.
Ballett Das Ballett, eine choreographische Komposition, entwickelte sich in der Renaissance an den Höfen besonders in Frankreich und Italien weiter, und erlebte unter Ludwig XIV. in Frankreich seine Blütezeit. 1663 wurde die Akademie des Tanzes gegründet, damals gab es bereits einen eigenen Berufsstand und seit dieser Zeit war das Ballett eine der bedeutendsten Kunstformen der abendländischen Kultur.
Der Spitzentanz erlebte in Petersburg einen neuen Höhepunkt der sich am Bolschoi-Theater fortsetzte und auch in der heutigen Zeit hat das russische Ballett eine ganz besondere Bedeutung.
18. und 19. Jahrhundert Im 18. und 19. Jahrhundert kamen Mazurka, Polonaise, Polka, Walzer, Galopp, oder Ecossaise hinzu und Ende des 19. Jahrhunderts setzte mit dem Modern Dance eine Entwicklung zusätzlicher neuer Tanzformen ein.
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pkt_q14.gif (157 Byte) Gesellschaftstänze
    
Tanzformen Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Gesellschaftstänzen mit relativ leicht erlernbaren Schrittfolgen, zu denen beispielsweise die Gemeinschafts- und die Volkstänze gezahlt werden und zwischen Aufführungstänzen, wie sie meist von ausgebildeten Berufstänzern aufgeführt in Tempeln oder Theatern stattfinden.
Viele ursprünglichen Sakralrituale oder höfische Unterhaltungsformen wurden für die Aufführung im 20. Jahrhundert angepasst.
Volkstanz Der vorwiegend auf Tradition ausgerichtete Volkstanz nahm seinen Ursprung in vorwiegend landwirtschaftlich orientierten Regionen, wurde normalerweise zu festlichen oder geselligen Anlässen in Gruppen getanzt und unter Generationen weitergegeben.
Paartanz Daneben entstand schon im Adel des Mittelalters aus Freizeitformen der Gesellschaftstanz und erfreute sich vorwiegend als Paartanz bald auch im Mittelstand vor allem in Europa und Nordamerika zunehmender Beliebtheit.
Der Einfluss Amerikas Walzer und Polka waren ursprünglich Bauerntänze und von den Vereinigten Staaten ausgehend entstanden mit Square Dance und Steptanz neue Formen des Gesellschaftstanzes.
Die amerikanischen Tänzer Irene und Vernon Castle machten vor dem ersten Weltkrieg die neuen Gesellschaftstänze populär und der Foxtrott, sowie die südamerikanischen Tänze Tango, Rumba oder Cha-Cha-Cha eroberten Europa.
19. Jahrh. Um 1900 kamen mit dem Cakewalk auch Tänze nordamerikanischen Ursprungs hinzu. Es folgten One- und Twostep, Boston und English Waltz, sowie Jazz, Blues, Ragtime, oder Shimmy.
20. Jahrh. In den zwanziger Jahren waren es dann der Charleston und der Black bottom, in den dreißiger und vierziger Jahren der Big apple und der Lindy und schließlich der Rock-and-Roll der fünfziger Jahre.
Twist und Hustle Der Trend der sechziger Jahren zu mehr Partnerabstand beim Paar-Tanz, beispielsweise mit dem Twist hielt nicht sehr lange an und mit dem Hustle wurde in den siebziger und achtziger Jahren auch zu Disco- und Rockmusik wieder geschlossen getanzt.
Breakdance Mitte der achtziger Jahre entstand bei farbigen Straßenkindern in den USA der Breakdance mit roboterartigen Bewegungen und hielt als Modetanz auch in Europa Einzug.
Ballett und Modern Dance Das 20. jahrhundert brachte Neuerungen bei Ballett und Modern Dance und der Tanz gewann auch bei Film und Musical an Bedeutung. 1957 war in West Side Story der Tanz erstmals bestimmendes Element in einem Musical und der Tanz am Broadway gewann in Musicals wie A Chorus Line und Dancin weiter an Bedeutung. Die amerikanischen Tänzer Fred Astaire und Ginger Rogers sind bekannte Vertreter des Steptanzes.
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pkt_q14.gif (157 Byte) Der Tanzsport
    
Disziplinen Unter Tanssport versteht man die wettkampfmäßig durchgeführte Form des Gesellschaftstanzes. zu den Disziplinen gehören die zehn beliebtesten Tänze unserer Zeit.
Einteilung Man unterteilt sie in zwei Hauptgruppen, Standardtänze und lateinamerikanische Tänze.
Die Standardtänze umfassen:
Langsamen Walzer
Quickstep
Foxtrott (Slowfox)
Tango
Wiener Walzer
Zu den lateinamerikanischen Tänzen gehören:
Rumba
Samba
Cha-Cha-Cha
Jive (nur für Berufstänzer)
Paso Doble
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Letzte Änderung am 19. Oktober 2005
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