banner Die Tonarten
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Zum Beginn dieses Abschnittes Entwicklung der Tonarten
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Zum Beginn dieses Abschnittes Die Dur-Tonleiter
Zum Beginn dieses Abschnittes Die Moll-Tonleiter
Zum Beginn dieses Abschnittes Die Kirchentonarten
Zum Beginn dieses Abschnittes Tonarten beim Jazz
Zum Beginn dieses Abschnittes Der Quintenzirkel
Zum Beginn dieses Abschnittes Intervalle und Stimmung
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pkt_q14.gif (157 Byte) Entwicklung der Tonarten
Definition Als Tonart versteht man grundsätzlich ein System zwischen Grundton und Oktave. Griechische Tonarten und Kirchentonarten konnte man auf andere Stufen versetzen.
Dur und Moll Die europäischen Tonsysteme mit den Tongeschlechter Dur und Moll beruhen auf der Unterteilung der Oktave in 12 Halbtonschritte. Daraus ergeben sich  zwölf Dur- und zwölf Moll-Tonarten, welche chromatisch aufsteigend geordnet werden können.
Quintenzirkel Eine übersichtliche Anordnung aller Tonarten findet man im Quintenzirkel.
Parallel- Tonart Als Paralleltonarten bezeichnet man zwei Tonarten verschiedenen Geschlechts mit denselben Vorzeichen.
Erkennung Die Tonart eines Stückes ersieht man am sichersten aus dem Schlussakkord.
Bedeutung Dur leitet sich aus dem lateinischen durus (=hart) ab und ist das zentrale Tongeschlecht.
Moll wird vielfach als Nebenform empfunden, was vielleicht darauf beruht, dass Moll gewissermaßen danach strebt, sich in Dur aufzulösen. Das kann man an vielen Moll-Tonstücken beobachten, die sich, wenn manchmal auch erst im Schlussakkord, zu Dur wenden.
Dur ist die heitere, helle und fröhliche Tonart, Moll wird eher als schwermütig oder melancholisch empfunden, wobei es jedoch wie überall, auch hier Ausnahmen gibt.
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pkt_q14.gif (157 Byte) Die Tonleiter
Definition Die Tonleiter ist eine Abfolge von Tönen innerhalb einer Oktave und bildet die Basis einer Komposition.
Arten Das Tongeschlecht wird von den Abständen der einzelnen Töne zueinander bestimmt und man unterscheidet grundsätzlich zwischen Pentatonik, Ganztonleiter, Diatonik und Chromatik.
Pentatonik Die pentatonische Tonleiter besteht aus insgesamt fünf Tönen, drei Ganztönen und zwei kleinen Terzen.
Ganzton Die Ganztonleiter besteht aus sechs Ganztönen und ist ein beliebtes Ausdrucksmittel der impressionistischen Musik.
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pkt_q14.gif (157 Byte) Die Dur-Tonleiter
Aufbau Alle Töne ohne Setzung von Vorzeichen ergeben die diatonische C-Dur Tonleiter, deren Halbtonschritte immer zwischen dritter und vierter, sowie zwischen siebenter und achter Stufe liegen.
Intervalle Die Durtonleiter besteht aus zwei gleichen Hälften, den sogenannten Tetrachorden, welche jeweils aus zwei Ganztönen und einem Halbton bestehen.
Vorzeichen Beim Transponieren sorgen die entsprechenden Vorzeichen dafür, dass sich Ganz- und Halbtonstufen immer an der selben Stelle befinden. Auf diese Weise werden alle zwölf Dur-Tonarten gebildet.
C-Dur Der Aufbau der C-Dur Tonleiter:
D-Dur Der Aufbau der D-Dur Tonleiter:
Chromatik Die Aufeinanderfolge aller zwölf Halbtonschritte ergibt die chromatische Tonleiter.
Grundsätzlich sollen  bei der Aufwärtsbewegung ein Kreuzvorzeichen und bei der Abwärtsbewegung b-Vorzeichen verwendet werden.
Aufwärts Die chromatische Tonleiter aufwärts gespielt:
Abwärts Die chromatische Tonleiter abwärts gespielt:
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pkt_q14.gif (157 Byte) Die Moll-Tonleiter
Formen Bei der Molltonleiter unterscheidet man drei Arten, das natürliche, das harmonische und das melodische Moll.
Entwicklung Im Äolischen der Kirchentonarten wurde die Moll-Tonleiter nur aus Moll-Kadenzen gebildet, im harmonischen Moll enthält sie eine Dur-Dominante. Das harmonische Moll beinhaltet jedoch ein Intervall, das beim Gesang große Schwierigkeiten bereitet, weshalb man das melodische Moll eingeführt hat, welches dieses Manko beseitigt.
Vorzeichen Wie bei den Dur-Tonleitern sorgen auch bei den Moll-Tonleitern entsprechende Vorzeichen beim Transponieren für die Beibehaltung der Intervalle.
Natürliches Moll Der Vorläufer der natürlichen Molltonleiter ist die äolische Kirchentonart und die Halbtonschritte liegen zwischen der zweiten und dritten, sowie zwischen der fünften und sechsten Stufe.
Moll harmonisch Beim harmonischen Moll wird die siebente Stufe um einen Halbton erhöht, wodurch zwischen siebenter und achter Stufe zusätzlich ein dritter Halbtonschritt und zwischen sechster und siebenter Stufe eine übermäßige Sekunde entstehen.
Melodisches Moll Bei der melodischen Molltonleiter ist beim Aufwärtsgehen zusätzlich auch die sechste Stufe erhöht, bei der Abwärtsbewegung werden jedoch beide Erhöhungen wieder erniedrigt.
Das melodische Moll in der Aufwärtsbewegung:
Das melodische Moll in der Abwärtsbewegung:
Zigeuner- Moll Im Ungarischen ist mit dem Zigeuner-Moll eine weitere Moll-Tonleiter entstanden, die aufgrund der gewählten Intervalle leidenschaftliche Spannung vermittelt.
Das Zigeunermoll baut mit einer zusätzlichen übermäßigen Sekunde auf der harmonischen Moll-Tonleiter auf, dadurch entstehen vier Halbtonschritte und zwei übermäßige Sekunden bei nur einem Ganztonschritt.
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pkt_q14.gif (157 Byte) Die Kirchentonarten
Ursprung Die sogenannten Kirchentonarten aus dem Bereich der Diatonik begegnen uns außer im Gregorianischen Choral um die Zeit von 600 und im alten Volkslied auch im Jazz.
Aufbau Auch die Kirchentonarten können auf jeden Grundton aufgebaut werden und die entsprechenden Versetzungszeichen bewirken, dass ihre Halbtonschritte auf den jeweiligen Stufen erhalten bleiben.
Umfang Den Umfang einer Kirchentonreihe, auch Modus genannt, bezeichnet man als Ambitus und der Grundton wird Finalis (Schlusston) genannt.
Arten Neben den ursprünglichen Kirchentonarten Ionisch (Dur), Dorisch, Phrygisch, Lydisch, Mixolydisch und Äolisch gibt es auch abgeleitete Tonarten, welche vier Töne tiefer stehen als die entsprechenden authentischen und den selben Grundton haben. Diese tragen auch den selben Namen mit vorgesetztem "Hypo", also beispielsweise Hypophrygisch oder Hypolydisch.
Lokrisch (oder Locrisch) nennt man eine weitere Tonleiter, bestehend aus acht Tönen, aufgebaut auf der Note h. Diese Tonleiter ist ebenfalls eine Kirchentonart die aber auch im Jazz gebräuchlich ist.
Alle sieben Tonarten werden von der selben Dur Tonleiter abgeleitet, was beim Improvisieren recht hilfreich ist und können natürlich unter Beibehaltung der Intervalle auf jeden Grundton aufgebaut werden.
Ionisch Die ionische Dur-Tonleiter:
Dorisch Die dorische Tonleiter:
Phrygisch Die phrygische Tonleiter:
Lydisch Die lydische Tonleiter:
Mixolydisch Die mixolydische Tonleiter:
Äolisch Die äolische Tonleiter:
Lokrisch Die lokrische Tonleiter:
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pkt_q14.gif (157 Byte) Tonarten beim Jazz
Allgemein Im Jazz werden einzelnen Skalen in der Regel bestimmten Akkorden zugeordnet:
Zuordnung
Ionisch Dur maj7
Ganztonskala Dur 7#5 oder 7b5
Verminderte Skala Dur o7
Mixolydisch Dominantseptime
Äolisch Natürliches Moll m7
Dorisch Moll m7 oder m6
Lokrisch Moll m7b5
Harmonisches Moll Moll m#7
Melodisches Moll Moll m#7 oder m6
Skalen Auch hier können Skalen aller Stufen der harmonischen und melodischen Molltonleiter verwendet werden, die zwar keine speziellen Namen haben, aber für Stücke in Molltonarten und als zusätzliche Farbe bei Akkordfolgen in Dur sehr nützlich sein können.
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Letzte Änderung am 19. Oktober 2005
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