banner MIDI Sequenzer
banner
Zum Beginn des Abschnittes Inhaltsverzeichnis
  Zum Beginn dieses Abschnittes Aufbau
Zum Beginn dieses Abschnittes Sequenzer-Spuren
Zum Beginn dieses Abschnittes Rhythmische Auflösung
Zum Beginn dieses Abschnittes Quantisierung
Zum Beginn dieses Abschnittes Tempo
Zum Beginn dieses Abschnittes Editoren zur Bearbeitung
Zum Beginn des Abschnittes MIDI in der Praxis
Zum Beginn des Abschnittes MIDI Hardware
Zum Beginn des Abschnittes Software-Merkmale
Zum Beginn des Abschnittes Klang-Zuordnung
Zum Beginn des Abschnittes Drum-Zuordnung
Zum Beginn des Abschnittes Noten-Zuordnung
Zum Beginn des Abschnittes Zahlensysteme
Zum Beginn des Abschnittes MIDI Nachrichten
Zum Beginn des Abschnittes System Messages
line_274.gif (217 Byte) tab_s036.gif (46 Byte)
    
pkt_q14.gif (157 Byte) Aufbau
 
Allgemein

Grundsätzlich sind MIDI-Sequenzer einem herkömmlichen Mehrspur-Tonbandgeräte nachempfunden, es wird auch im Computerprogramm eine größere Anzahl an Spuren für Aufnahme und Wiedergabe bereitgestellt und das Bedienfeld ähnelt dem einer Bandmaschine.

Eingabe

Zusätzlich zu konventionellen Aufnahmeverfahren können MIDI-Befehle außer in Echtzeit aber auch schrittweise aufgezeichnet oder nachträglich von Hand eingegeben und editiert werden.

Audio und Video

Die meisten heute verwendeten Sequenzerprogramme verarbeiten nicht nur MIDI-Befehle sondern stellen daneben auch Audio oder Videospuren zur Verfügung um derartige Formate zusammen und synchron zu MIDI-Informationen wiederzugeben.

 
Bearbeitung

In dem Sequenzerprogramm können die aufgenommenen MIDI-Informationen nachträglich beliebig bearbeitet, verändert und ergänzt werden und man kann jeder Spur ein beliebiges Instrument zuordnen. Daneben bieten Sequenzer praktisch unbegrenzte Kopiermöglichkeiten, verschiedene Tempo- Auflösungs und Quantisierungs-Variationen, komfortable Organisation der Aufnahme- und Wiedergabe-Spuren, diverse Spielhilfen, oder automatisierte Notation und Darstellung der Befehle in verschiedenen Ansichten.

Zum Beginn dieser Seite
line_274.gif (217 Byte) tab_s036.gif (46 Byte)
    
pkt_q14.gif (157 Byte) Sequenzer-Spuren
 
Tracks

Bei der Aufnahme werden die an MIDI-In eingehenden Daten entsprechend der gewählten Vorgaben einer Spur (Track) zugeordnet. Zumeist wird auch die Aufnahme auf mehreren Spuren gleichzeitig unterstützt. Üblicherweise wird jede Spur einem eigenen MIDI-Kanal zugeordnet, wobei aber auch mehrere Spuren einen gemeinsamen MIDI-Kanal und damit das selbe Instrument verwenden können.

Gruppen-Spuren

Vielfach ist es auch möglich, für eine besser Übersichtlichkeit einzelne Spuren in Gruppen (Gruppenspuren) zu organisieren und verschiedene Spurklassen wie Audio- oder Videospuren zu verwenden.

Mixer-Spuren

Daneben dienen Mixer-Spuren der Aufnahme von MIDI-Mixerevents und Synchronisationsspuren der Steuerung externer Geräte.

Drum-Spuren

Drumspuren dienen der Organisation von Drum-Parts, die im Schlagzeug-Editor bearbeitet werden sollen.

Master-Spur

Auf der Master-Spur werden Tempo- und Taktart-Änderungen aufgezeiichnet.

Zum Beginn dieser Seite
line_274.gif (217 Byte) tab_s036.gif (46 Byte)
    
pkt_q14.gif (157 Byte) Rhythmische Auflösung
 
Definition

Unter dem rhythmischen Auflösungsvermögen versteht man die zeitliche Rasterung und damit die Aufnahme- und Wiedergabegenauigkeit der einzelnen Events.

Einheit

Dieser PPQ-Wert (pulses per quater) wird in Schlägen (Ticks) pro Viertelnote angegeben, wobei die Werte auch älterer Sequenzer zumindest bei 384 Ticks (1/48stel Note) liegen und heute auch durchaus Darstellungsauflösungen von 15360 Ticks üblich sind.

Zum Beginn dieser Seite
line_274.gif (217 Byte) tab_s036.gif (46 Byte)
    
pkt_q14.gif (157 Byte) Quantisierung
 
Allgemein

Quantisierung bedeutet ein automatisches zeitliches Korrigieren von Note-On- oder Note-Off-Ereignissen, sowie von Notenlängen auf einen bestimmten voreingestellten Rasterwert und wird verwendet, um ähnlich einer Magnet-Funktion zeitlich unsauber eingespielte Töne punktgenau auf eine Zählzeit zu verschieben oder auch um rhythmische reizvolle Effekte zu erzielen.

Arten

Dafür gibt es neben einer Standard-Quantisierung  mit wählbaren Notenwerten (samt punktierten Noten und Triolen) oft auch die Möglichkeit einer sogenannten intelligenten Quantisierung, wie etwa einer zufallsbedingten Quantisierung (Noten werden nach dem Zufallsprinzip mehr oder weniger exakt an ein gewähltes Raster angeglichen), einer näherungsweisen Quantisierung (Stufenweise Annäherung der Noten an ein gewähltes Raster), einer Quantisierung nach vorgefertigten Modellen, beispielsweise einer Groove-Quantisierung zum Erzeugen eines rhythmischen Feelings oder auch nach selbst erstellten Mustern. Bei der Quantisierung kann in der Regel festgelegt werden, ob sich diese nur auf Note-On Events, nur auf Note-Off Events, auf beide gemeinsam, oder auch nur auf Notenlänge auswirken soll.

Zum Beginn dieser Seite
line_274.gif (217 Byte) tab_s036.gif (46 Byte)
    
pkt_q14.gif (157 Byte) Tempo
 
Einheit

Das Tempo wird in BPM (beats per minute) angegeben und kann üblicherweise frei bestimmt werden.

Arten

Relativ langsames Tempo von 70-100 bpm ist typisch für Hip-Hop oder Soul, mitteleres um etwa 100-140 bpm für House, oder Rock und eher schnelleres Tempo beispielsweise für Trance.

Berechnung

Je nach Tempo erklingen Noten unterschiedlich lang und es gibt im Internet einige Tools, die eine Berechnung der zeitlichen Länge einer Note bei unterschiedlichem Tempo erleichtern. Dabei entspricht die Länge einer Viertelnote in Millisekunden = 60.000 geteilt durch BPM. Daraus errechnen sich zum Beispiel für eine Viertelnote bei einem Tempo von 120 bpm 500ms (60.000 / 120 = 500).

Zum Beginn dieser Seite
line_274.gif (217 Byte) tab_s036.gif (46 Byte)
    
pkt_q14.gif (157 Byte) Editoren zur Bearbeitung
 
Bearbeitung

Das Herzstück jedes MIDI-Sequenzers bilden verschiedenen Möglichkeiten einer Nachbearbeitung der vorhandenen Aufnahme. Für die graphische Darstellung und Vornahme nachträglicher Änderungen stehen in der Regel unterschiedliche Editoren und Werkzeuge zur Verfügung mit deren Hilfe sich die einzelnen Werte je nach verwendetem Programm mehr oder weniger komfortabel und teilweise automatisationsgestützt und in Gruppen editieren, verschieben, kopieren ausschneiden, einfügen oder löschen lassen.

Listen-Editor

Der Listen-Editor, auch Event-Editor oder Grid-Editor stellt alle MIDI-Ereignisse (Events) in zeitlicher Abfolge in Form einer Liste dar. Die einzelnen Spalten stellen dabei den Event-Typus (Note, Controller, usw.), die Note-On und eventuell auch die Note-Off Position, den MIDI-Kanal, den Notenwert (musikalische Tonhöhe), die Anschlagstärke oder Dynamik (Velocity) und gegebenenfalls die Notenlänge dar.

Matrix-Editor

Der Matrix- oder Key-Editor stellt die Ereignisse über eine horizontale Zeitachse in Bezug zu einer senkrecht angeordneten, die relative Tonhöhe repräsentierenden Klaviertastatur durch waagrechte Balken dar, deren Länge der Tondauer entspricht. Zusätzlich können einzelne Werte, etwa die Anschlagstärke (Velocity) je nach Programm auf unterschiedliche Weise am Fensterrand graphisch angezeigt werden.

Noten-Editor

Der Noten- oder Score Editor Noten-Events in Form einer Notation ähnlich einem Notenblatt dar, wobei viele Software-Sequenzer zusätzlich zur Notendarstellung und Bearbeitung auch Funktionen zum Notendruck oder zur Erstellung ganzer Partituren samt Text- und Grafiksymbolen zur Verfügung stellen. Für anspruchsvollere Bedürfnisse empfiehlt sich eventuell jedoch der Einsatz spezieller Notensatz- bzw. Notationsprogramme, welche gegebenenfalls auch interpretatorische Feinheiten etwa bei der Vorzeichensetzung (enharmonische Verwechslungen), bei Tempoänderungen (accelerando oder ritardando), Dynamikdarstellung, oder für bessere musikalischen Lesbarkeit Zeilen- und Seitenumbruch, Taktunterbrechungen, sowie Möglichkeiten zur Änderung der Ausrichtung von Notenhälsen beherrschen.

Drum-Editor

Der Schlagzeug-Editor, auch Drum-, oder Percussion-Editor genannt, stellt die einzelnen Drum-Noten horizontal in ihrer zeitlichen Abfolge in einer dem MIDI-Standard entsprechenden Liste dar, wobei jedem Instrument eine eigene Zeile gewidmet ist. Diese Listen mit der Zuordnung der einzelnen Drum-Sounds zu den jeweiligen Notennummern nennt man Drum-Map und viele Sequenzer sind in der Lage mehrerer solcher Drum-Maps zu verwalten.

Auch in diesem Editor kann die Anschlagstärke des jeweils aktiven Schlaginstruments in einem separaten Teil des Fensters graphisch dargestellt werden. Nachdem es sich bei Schlagzeugklängen durchwegs um perkussive Sounds handelt und für deren Aktivierung ein kurzer Notenimpuls ausreicht, werden Schlaginstrumente in der Regel als rautenförmige Symbole ohne Aussage über die Notenlänge dargestellt.

Controller-Editor

Der Controller-Editor dient mit seiner oft mischpultartigen Oberfläche zum Nachbearbeiten von Controller-Werten wie beispielsweise Volumen, Velocity, Pitchbend, Aftertouch, Modulation und einige andere.

Logical-Editor

Der logische Editor oder Logical-Editor unterscheidet sich grundlegend von den zuvor genannten Editoren, er basiert auf logischen Verknüpfungen und funktioniert nach mathematischen Kriterien um dem Benutzer die Möglichkeit zu geben, eine größere Anzahl von MIDI-Events oder weitgreifende bzw. zeitaufwändige Bearbeitungen automationsgestützt durchzuführen.

In manchen professionellen Programmen stehen dafür vorjustierte Raster, leistungsfähige Makros oder benutzergeführte Assistenten zur Verfügung.

Zum Beginn dieser Seite
E-Mail an musik-steiermarkZur Homepage von musik-steiermarkEine Ebene höherZurück in der selben EbeneVorwärts in der selben Ebene

Letzte Änderung am 19. Oktober 2005
Copyright © 1997-2005 musik-steiermark
Alle Rechte vorbehalten

Information über musik-steiermark