banner MIDI in der Praxis
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Zum Beginn dieses Abschnittes MIDI Keyboard
Zum Beginn dieses Abschnittes MIDI Akkordeon
Zum Beginn dieses Abschnittes Verwendung von Midifiles
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pkt_q14.gif (157 Byte) Bedeutung von MIDI
 
Allgemein

MIDI kommt sowohl in Tonstudios, als auch bei Musikveranstaltungen zum Einsatz und ist auch bei Heimanwendern sehr beliebt, denn ein MIDI-Interface ist heute in fast allen elektronischen Gerätegattungen im Audiobereich, wie Keyboards, Samplern, Synthesizern, Soundmodulen, Mischpulten, Effektgeräten, Synchronizern, Bandmaschinen, Harddiskrecordern und nahezu in jedem PC zu finden.  

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pkt_q14.gif (157 Byte) Merkmale von MIDI
 
Ergebnis

Viele werden sich fragen, wozu man MIDI in der Praxis benötigt, wenn es doch selbst keinen Ton von sich gibt. MIDI wurde mit seinen ausgereiften Funktionen als Werkzeug zur Steuerung in erster Linie von Musikgeräten entwickelt. Daraus ergibt sich aber auch, dass die Musik letztendlich in der Art und Qualität wiedergegeben wird, in der das Endgerät dazu im Stande ist und die Steuerbefehle interpretiert.

Klangtreue

Selbstverständlich ist das auch beispielsweise bei einem Rundfunkgerät der Fall und die Wiedergabequalität zwischen einem einfachen Küchenradio und einer hochwertigen Stereoanlage wird deutliche Unterschiede zeigen, aber man wird aus beiden Geräten grundsätzlich die selben Informationen hören. Bei MIDI ist das, selbst bei strenger Einhaltung aller Standards nicht immer gegeben, da die Qualität und auch das Soundverständnis verschiedener Entwickler sehr unterschiedlich ist. Beispielsweise klingt ein Akkordeon auf verschiedenen Klangerzeugern sehr unterschiedlich, oder stellt sich jeder Programmierer unter einem Orgel- oder Gitarrenklang eben einen anderen Sound vor, den er dem Gerät implantiert. Aus diesem Grund klingt ein abgespieltes Midifile selbst bei korrekter Interpretation aller Steuerbefehle mit verschiedenen Klangerzeugern abgespielt immer mehr oder weniger unterschiedlich.

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pkt_q14.gif (157 Byte) Einsatz von MIDI
 
Internet

Der mögliche Klangunterschied mag für manche Anwender ein Grund sein, auch auf Homepages für die Wiedergabe von Sounddateien trotz einer wesentlich größeren Datei auf MP3 auszuweichen, denn ein noch so aufwändig programmiertes Midifile klingt nun einmal über eine billige Soundkarte und putzige PC-Lautsprecher wiedergegeben eher bescheiden.

Vergleich mit MP3

Eine MP3-Datei benötigt zwar um ein Vielfaches mehr an Speicherplatz als ein Midifile, klingt aber eben auf allen Systemen in etwa gleich. Ein Vergleich von MP3 und MIDI ist allerdings wenn überhaupt, dann nur hinsichtlich des gewünschten Endergebnisses bei MIDI zulässig ist, denn ein Midifile enthält ausschließlich Steuerbefehle und ein MP3-File ist eine, wenn auch musikalisch reduzierte Audiodatei.

Streng genommen bedürfen natürlich beide Dateitypen vor der Wiedergabe einer gewissen Umsetzung, seien es Digital/Analog-Wandler, MP3-Decoder bzw. MIDI-Klangerzeugung, Verstärker, oder Lautsprecher.

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pkt_q14.gif (157 Byte) MIDI Keyboard
 
Allgemein

Die meisten Keyboards sind sowohl mit einer MIDI-Schnittstelle, als auch mit einer eigenen Klangerzeugung ausgestattet. Solche Keyboards würden also auch Klänge von sich geben, wenn man sie nicht über MIDI anspricht. Ein Druck auf eine Taste löst die interne Klangerzeugung aus und der Ton wird hörbar. Gleichzeitig kann aber auch am MIDI-Ausgang die Information ausgegeben werden, dass eine bestimmte Taste mit einer definierten Lautstärke gedrückt wurde.

MIDI Out

Wird der MIDI-Ausgang mit dem MIDI-Eingang eines anderen Klangerzeugers verbunden, so wertet der diese Information aus und stellt seinerseits einen Klang zur Verfügung. Auf diese Weise kann man über die Tastatur des Keyboards Klänge abspielen, die das Keyboard selbst nicht erzeugen kann.

Local Off

Meist ist es auch möglich die interne Klangerzeugung des Keyboards abschalten (Local off), um beispielsweise nur Tastatur und Funktionselemente zur Steuerung anderer Klangmodule zu verwenden.

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pkt_q14.gif (157 Byte) MIDI Akkordeon
 
Funktion

Wird eine MIDI-Steuerung in ein Akkordeon eingebaut, kann damit dann z.B. auf der Diskantseite auch Trompeten- oder Klarinettensounds wiedergeben, auf den Bassknöpfen eine Tuba spielen, oder dem Begleitakkord einen Streichersound unterlegen.

Dynamik Je nach Ausstattung kann dabei auch die Balg-Dynamik zur Steuerung der Lautstärke ausgewertet oder auch zur Umschaltung bei diatonischen Instrumenten genutzt werden.
Ausblick

Im Handel werden heute sogar schon rein elektronisch aufgebaute Akkordeons ohne die herkömmliche Klangerzeugung mit Stimmzungen angeboten und mit der Zeit wird sich wahrscheinlich auch die Qualität des Akkordeonklanges vom Originalsound nicht mehr stark unterscheiden.

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pkt_q14.gif (157 Byte) Verwendung von Midifiles
 
Midifile

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Midifiles in einem Sequenzerprogramm des Computers wiederzugeben und damit einen Klangerzeuger praktisch vollautomatisch zu steuern.

Unter einem Midifile versteht man eine Datei, in der alle Informationen über die Klangauswahl, Lautstärke, die Abfolge der zu spielenden Noten und noch einige weitere Informationen gespeichert sind.

 

Midifiles enthalten alle MIDI-Befehle und Parameter, die für die Wiedergabe eines Musiktitels erforderlich sind. Wird eine solche Datei in einem geeigneten Programm am PC abgespielt, erklingt der ganze Song entweder mittels der internen Klangerzeugung des Computers (Soundkarte) oder über ein angeschlossenes MIDI-Gerät vollkommen automatisch.

SMF Auch beim Midifile hat im Lauf der Zeit eine Normierung stattgefunden und es hat sich das Standard-Midifile (SMF) entwickelt.

Man wollte erreichen, dass ein erstelltes Midifile auf allen SMF-kompatiblen Instrumenten abgespielt möglichst gleich klingt, wobei aber auch hier trotz aller Normen das musikalische und klangliche Ergebnis vom benutzten Klangerzeuger abhängig ist.

Eine weitere Erhöhung der Wiedergabetreue erreicht man durch Kombination des SMF-Formates mit General MIDI bzw. GS oder XG und wenn von einem General MIDI File spricht, meint man in der Regel ein General MIDI kompatibles Standard MIDI File.

  Angebot

Solche Midifiles werden heute von einigen Herstellern für alle erdenklichen Musikrichtungen erzeugt und man findet diese auch im Internet in mehr oder weniger professioneller Qualität, sodass diese Möglichkeit auch von Musikern gern zur Erweiterung ihres Repertoires, manchmal auch über die Grenzen ihres musikalischen Könnens hinaus, wahrgenommen wird.

Formate

Aus technischer Sicht unterscheidet man die Formate 0 und 1, wobei  das Format 0 alle 16 MIDI-Kanäle in einer Spur (Track) vereinigt, während beim Format 1 bis zu 16 Spuren, von denen jede ebenfalls bis zu 16 MIDI-Kanäle verarbeiten kann und ein zusätzlicher Tempo Track zur Verfügung stehen.

Meta Events

Neben den üblichen MIDI-Informationen möchte man oft auch Texte, wie beispielsweise Liedtexte, Track-Namen, Kommentare oder auch Songnamen übermitteln. Dies geschieht mit Hilfe sogenannter Meta Events, es sind keine MIDI Daten im eigentlichen Sinn, sie werden auch nicht in jedem Fall immer richtig interpretiert und sollten daher mit entsprechender Vorsicht genutzt werden.

Auch MIDI-basierte Karaokesysteme arbeiten mit Meta Events.

 

Meta Events werden durch das Statusbyte (FFH) identifiziert, die darauffolgende Nummer (xx) legt die Funktion fest und alle folgenden Bytes (DATA) enthalten die eigentlichen Daten, ein Beispiel für ein Meta Events ist FFH xx (DATA), und es wurden bisher die nachfolgend gelisteten Meta-Events definiert:

Meta    Event Bezeichnung/Funktion
00H     Sequence Number
01H     Text Event
02H     Copyright Notice
03H     Sequence/Track Name
04H     Instrument Name
05H     Lyrics
06H     Marker
07H     Cue Point
20H     MIDI Channel Prefix
2FH     End Of Track
54H     Set Tempo
58H     SMPTE Offset
59H     Time Signature
7FH     Sequencer Specific Meta Event

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pkt_q14.gif (157 Byte) MIDI Anwendung
 
Licht-Steuerung

Daneben wird MIDI auch zur Steuerung von Lichteffekten vor allem auf der Musikbühne eingesetzt, kann aber auch musikfremde Steuerungsaufgaben übernehmen. So wäre es mit einem geeigneten Interface denkbar, mit Hilfe einer MIDI-Tastatur das Licht am Nachtkasterl ein und aus zu schalten oder die Geschwindigkeit eines Ventilators zu regeln.

MIDI-Verband

Besonders in einem komplexeren MIDI-Verband kann es schon einmal zu unerwarteten Ergebnissen oder Fehlfunktionen kommen. In solchen Situationen ist es wichtig mit System vorzugehen einen kühlen Kopf zu bewahren, auch wenn so etwas häufig dann passiert, wenn man ohnedies in Eile ist. Meistens sind schadhafte Kabel oder fehlerhafte Verbindungen, mechanische oder elektrische Schleifen (local On/Off) der Grund, manchmal liegt es aber auch daran, dass die erforderlichen Daten von Geräten nicht gesendet oder empfangen werden können, sei es dass diese dazu laut MIDI Implementations-Tabelle gar nicht in der Lage sind, oder aber dass sie es aus irgendwelchen Gründen trotzdem nicht tun, weil sie vielleicht ausgeschaltet sind, nicht mit Strom versorgt werden, oder nicht der richtige Modus eingestellt ist. Für die Sendekontrolle und die Überprüfung der Programmierung einer Patchbay kann ein Analyser (Midi-Monitor) gute Dienste leisten, in der Praxis sind es jedoch oft ganz banale Dinge analoger Natur (Verstärker, Boxen bzw. andere Geräte ausgeschaltet, oder herausgezogene Stecker), die dem Musiker kurz vor dem Auftritt den Schweiß auf die Stirn treiben.

Steuerung

Um in einem MIDI-Verband mehrere Geräte zeitgleich steuern zu können, ist es erforderlich, diese miteinander zu synchronisieren. Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie in dem separaten Abschnitt MIDI-Synchronisation.

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pkt_q14.gif (157 Byte) Betriebsarten
 
Multi Mode

Um der unterschiedlichen Verarbeitung empfangener Daten bei verschiedenen Instrumenten gerecht zu werden, bedient man sich mehrerer Betriebsarten. Die gebräuchlichste Betriebsart ist heute wohl der MIDI-Multi Mode bei dem Geräte auf mehreren MIDI-Kanälen gleichzeitig, unabhängig und polyphon gesteuert zu werden, wozu fast alle modernen Geräte in der Lage sind.

Omni Mode

Aus früheren Zeiten, in denen das noch nicht der Fall war, kennt man darüber hinaus den Omni-Mode bei dem im Mode 1 die 16 Kanäle nicht unterschieden werden und im Mode 2 zusätzlich die Klangwiedergabe nur einstimmig (monophon) erfolgt.

Poly Mode

Ebenfalls in früherer Zeit verwendete man den Poly Mode (Mode 3) bei dem auf einem MIDI-Kanal polyphon empfangen werden kann.

Mono Mode

Ebenfalls zur Zeit von Omni- und Poly-Mode aktuell war der Mono Mode (Mode 4), der den Empfang auf mehreren Kanälen erlaubt, wobei jedoch jeder Kanal nur eine Stimme zur Verfügung stellt.

Standard

Nahezu alle modernen MIDI-Klangerzeuger arbeiten im sogenannten Multi Mode und können also mehrere verschiedene Klänge gleichzeitig erzeugen. Je nach Hersteller haben diese Einzelklänge verschiedene Bezeichnungen wie Part, Timbre, Voice, oder auch Module, was einigermaßen Verwirrung stiften kann. Für normale MultiMode-Anwendungen wird jeder dieser Parts über einen eigenen MIDI-Kanal getrennt gesteuert.

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Letzte Änderung am 19. Oktober 2005
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