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pkt_q14.gif (157 Byte) Bedeutung von MIDI
Definition

Bei MIDI (Musical Instrument Digital Interface) handelt es sich um eine standardisierte Schnittstelle mit Hard- und Softwarestruktur, die nicht zuletzt aus marktstrategischen Gründen heraus entwickelt wurde.

Darstellung

MIDI ist nicht Musik, es stellt lediglich eine Normierung der Kommunikation zwischen Tastatur und Tonerzeugern verschiedener Hersteller dar und es verwendet dazu Steuerdaten, die über ein Verstärkersystem mit angeschlossenen Lautsprechern ausgegeben, nicht mehr als ein regelmäßiges Ticken, unregelmäßiges Knacksen bzw. mehr oder weniger starkes Prasseln ergeben würden. Musik entsteht erst durch Klangerzeuger, die von MIDI gesteuert werden können.

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pkt_q14.gif (157 Byte) Historische Entwicklung
 Beginn 1982

Unter maßgeblicher Beteiligung von Roland und Sequential Circuits einigte man sich im Anfang 1982 auf einen gemeinsamen Standard und stellte bald darauf die ersten Prototypen der MIDI-Schnittstelle vor.

IMA

Um eine Institutionalisierung des MIDI-Standards zu gewährleisten, wurde im darauffolgenden Jahr eine Koordinationsvereinigung, die IMA (International MIDI Association) gegründet und die MIDI-Spezifikation 1.0 festgelegt.

JMSC und MMA

Auch seitens der Hersteller wurden zwei Vereinigungen ins Leben gerufen, das JMSC (Japanese MIDI Standard Committee) und 1985 die MMA (MIDI Manufactures Association). Von der MIDI-Manufacturers-Association (MMA) wird die MIDI-Spezifikation herausgegeben und legt technische Daten und einen Befehlssatz für MIDI fest.

Schnittstelle

Die Schnittstelle wurde in den folgenden Jahren durch Verwendung eines Optokopplers und Erhöhung der Übertragungsgeschwindigkeit auf 31.250 Baud technisch verfeinert.

Den wachsenden Bedürfnissen entsprechende kam es im Lauf der Jahre zu einer Erweiterung des MIDI-Standards, das äußere Erscheinungsbild der Schnittstelle, die Technik, sowie grundlegende Datenformate und Befehlsstrukturen sind seit ihrer Einführung aber praktisch unverändert geblieben.

Sample Dump, MTC, und SMF

Hinzugekommen sind beispielsweise 1986 der Sample-Dump-Standard, 1987 der MIDI Time Code (MTC), ein Jahr später entstanden die MIDI Version 4.1 und das Standard MIDI-File (SMF).

GM, GS und XG

Im Jahr 1991 entwickelte sich General MIDI (GM) mit gerätespezifischen Merkmalen zweier führender Hersteller, GS von Roland und XG von Yamaha, gefolgt von MIDI Machine Control im Jahr 1992.

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pkt_q14.gif (157 Byte) MIDI-Standard
Normierung

Nachdem MIDI jedoch keine Norm, sondern lediglich eine Spezifikation darstellt, ist nicht möglich, gewisse Abweichungen des MIDI-Standards zu verbieten oder auszuschließen, es liegt aber im Interesse der Hersteller, ihre Geräte MIDI-kompatibel zu produzieren. Wenngleich diese Standards eine gewisse Normierung der Parameter vorsehen, können auf einigen Ebenen trotzdem Inkompatibilitäten zwischen den Geräten verschiedener Hersteller auftreten. So kann etwa die Reaktion auf Dynamikwerte, die Definition der Tonhöhe für das der Notennummer 60 zugeordnete mittlere „C“ oder die Zuordnung von Klängen unterschiedlich sein.

GM-Standard

Der General MIDI Standard sieht deshalb vor, dass bestimmte Programmwechsel-Befehle immer bestimmte Klänge aufrufen und ein bestimmter Dynamikwert bei allen Instrumenten die selbe Lautstärke ergibt, damit Kompositionen bei Verwendung unterschiedlicher Instrumente mit zumindest annähernd gleichen Sounds abgespielt werden können.

Weitere Mindestanforderungen an ein General MIDI (GM) kompatibles Instrument sind neben 128 GM-kompatible Klängen ein 16-facher Multimode, 24-stimmige Polyphonie und ein GM-kompatibles Drum Kit.

GS-Format

In Erweiterung dazu wurde von Roland mit dem GS-Format ein Protokoll geschaffen, das erheblich mehr Klangfarben voraussetzt und die Funktion etlicher Controller, sowie einiger SysEx-Meldungen normiert.

Ein GS-kompatibeles Gerät muss daher neben dem 16-fachen Multimode, der 24-stimmigen Polyphonie und den 128 GM-kompatible Klängen der sogenannten Capital-Bank noch mindestens 70 Variationsklänge und 33 Effect Sounds, insgesamt zumindest neun Drumkits von denen gleichzeitig mindestens 2 nutzbar sein müssen, sowie Hall- und Choruseffekt bzw. alle in der GS-MIDI-Implementation vermerkten Parameter zur Verfügung stellen.

XG-Format

Mit Yamaha erweiterte ein zweiter führender Hersteller von elektronischem Musik-Equipment den GM-Standard um spezielle Funktionen und entwickelte das XG-Format.

 
  General MIDI 2

Eine weitere herstellerübergreifende Erweiterung der MIDI-Normen stellt der Standard General MIDI System Level 2 (kurz General MIDI 2 genant) dar, dessen Mindesterfordernisse wir hier kurz zusammengefasst haben:

 

16-facher Multimode
32-stimmige Polyphonie
Wiedergabe von bis zu 16 Melodieinstrumente
                gleichzeitig
Wiedergabe von bis zu 2 Percussion-Kits
                gleichzeitig (MIDI-Kanal 10 und 11)
Bank Select (CC#0/32)
Modulation Depth (CC#1)
Portamento Time (CC#5)
Channel Volume (CC#7)
Pan (CC#10)
Expression (CC#11)
Hold1 (Damper) (CC #64)
Portamento ON/OFF (CC #65)
Sostenuto (CC #66)
Soft (CC #67)
Filter Resonance (Timbre/Harmonic Intensity)
                (CC #71)
Release Time (CC #72)
Attack time (CC #73)
Brightness (CC #74)
Decay Time (CC #75)
Vibrato Rate (CC #76)
Vibrato Depth (CC #77)
Vibrato Delay (CC #78)
Reverb Send Level (CC #91)
Chorus Send Level (CC #93)
Data Entry (CC #6/38)
RPN LSB/MSB (CC #100/101)
RPN Pitch Bend Sensitivity
RPN Channel Fine Tune
RPN Channel Coarse Tune
RPN Modulation Depth Range
                (Vibrato Depth Range)
RPN NULL
Universal Sys.Ex. Master Volume
Universal Sys.Ex. Master Fine Tuning
Universal Sys.Ex. Master Coarse Tuning
Universal Sys.Ex. Reverb Type
Universal Sys.Ex. Reverb Time
Universal Sys.Ex. Chorus Type
Universal Sys.Ex. Chorus Mod Rate
Universal Sys.Ex. Chorus Mod Depth
Universal Sys.Ex. Chorus Feedback
Universal Sys.Ex. Chorus Send to Reverb
Universal Sys.Ex. Controller Destination Setting
Universal Sys.Ex. Scale/Octave Tuning Adjust
Universal Sys.Ex. Key-Based Instrument
                Controllers
Universal Sys.Ex. GM2 System On
GM 2 Instrument Sound Set
GM 2 Percussion Sound Set

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Letzte Änderung am 19. Oktober 2005
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